Im Frühjahr und während der Sommermonate ist der Lüftung von Kellerräumen besondere Aufmerksamkeit zu schenken, damit tauwasserbedingte Feuchtigkeitsschäden mit der Folge von Schimmelpilzbefall vermieden werden.
Da sich das Erdreich nach den Wintermonaten nur langsam wieder erwärmt, bleiben die erdberührten Umfassungsbauteile Außenwände und Bodenplatte bis weit in das Jahr hinein kühl.
Gelangt während dieser Zeit feucht-warme Außenluft in den Keller, kondensiert der darin enthaltene Wasserdampf an den kühlen Innenoberflächen. Bei andauernder Durchfeuchtung kann Schimmelpilzbefall auftreten.
Deshalb sollen unbeheizte Kellerräume im Frühjahr und Sommer nur dann gelüftet werden, wenn die Außentemperatur unter der Raumlufttemperatur liegt.
Änderungen in der Neuausgabe DIN 18202: 2005-10
Mit der Neuausgabe 2005-10 wurden die Normen DIN 18201 und DIN 18202 in einem Regelwerk zusammengefasst. Begriffsdefinitionen wurden geändert und erweitert. Die Tabellenwerte für Grenzabweichungen und Winkelabweichungen wurden mit einem neu geschaffenen kleinsten Nennmaßbereich erweitert. Für die Beurteilung von Stützen in einer Flucht wurde der Abschnitt "Fluchtabweichungen" neu aufgenommen. Die Lage der Messpunkte wurde mit der "10-cm-Regel" neu kommentiert. Im Ergebnis liegt mit der DIN 18202: 2005-10 ein bewährtes und in der Baupraxis anerkanntes Regelwerk in aktualisierter Fassung vor.